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Sehr geehrte Damen und Herren,
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es ging ums Machen! Gute Konzepte und Ideen sind zahlreich vorhanden. Jetzt ist es Zeit, diese umzusetzen. Das war die Kernbotschaft des diesjährigen DKOU, der unter dem Motto „Zukunft wollen. Zukunft machen.“ stand. Über 8.400 Besucherinnen und Besucher nutzten wieder die einmalige Gelegenheit, sich in den Berliner Messehallen zu einer Vielzahl an Themen aus Wissenschaft, Patientenversorgung, Berufs- und Gesundheitspolitik zu informieren und untereinander in persönlichen Gesprächen auszutauschen. Blicken Sie mit uns noch einmal auf die vier erlebnisreichen Kongresstage zurück: Durchstöbern Sie die Fotogalerien und erinnern Sie sich an einzigartige Momente. Viel Freude dabei!
Ihre
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Prof. Dr. Dietmar Pennig und Prof. Dr. Bernd Kladny Generalsekretäre der DGOU
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Kongresseröffnung
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Wie sieht die Zukunft in Orthopädie und Unfallchirurgie aus? Um diese und weitere Fragen ging es bei der Kongresseröffnung, die von Henning Quanz vom Westdeutschen Rundfunk moderiert wurde. „Wir wünschen uns die beste Zukunft, die Wunschliste ist allerdings lang“, sagte Prof. Dr. Markus Scheibel, Kongresspräsident der DGOOC. Dabei betonte er, dass sich die hohe Qualität der Versorgung von Patientinnen und Patienten trotz des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der politischen Rahmenbedingungen nicht ändern dürfe. Unterstrichen wurde dieser Wunsch von Dr. Tobias Vogel, Kongresspräsident des BVOU, der eine sichere wohnortnahe fachärztliche Versorgung ohne „Spardiktat“ von der Bundesregierung fordere. Zudem wünsche er sich für die Zukunft mehr Nachwuchs und damit zugleich mehr Fachkräfte. Prof. Dr. Andreas Seekamp, Kongresspräsident der DGOU und DGU, sieht bei der Digitalisierung noch immer Nacholbedarf. „Dass Krankenhäuser noch zum Teil mit Papierakten arbeiten, ist äußerst unverständlich“, kritisiert Seekamp. Er sieht den Grund aber nicht an den fehlenden technischen Möglichkeiten, sondern vielmehr an der unterschiedlichen finanziellen Ausstattung der Bundesländer. Wer die Eröffnung verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung online ansehen.
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Mitgliederversammlung
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Auf der Mitgliederversammlung hat der Vorstand von DGOU, DGOOC und DGU auf die größten Herausforderungen des Jahres zurückgeblickt. Die Krankenhausreform und die Versorgung ukrainischer Kriegsverletzter waren die Hauptthemen 2024 und werden 2025 weiterhin im Mittelpunkt stehen. Gewürdigt wurden auf der Versammlung die beiden Vize-Präsidenten Prof. Dr. Maximilian Rudert und Prof. Dr. Steffen Ruchholtz für ihr großes Engagement im letzten Jahr. Auch das ausgeschiedene Führungsteam des Jungen Forums erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz für die Nachwuchsförderung eine Dankesurkunde. Und schließlich haben die Mitglieder ihre neue Führungsspitze gewählt: Prof. Dr. Christoph Lohmann wird 2025 die Präsidentschaft der Fachgesellschaft übernehmen. Er ist Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Magdeburg. Sein Stellvertreter wird Prof. Dr. Ulrich Stöckle sein, Geschäftsführender Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir wünschen beiden viel Erfolg und Freude im neuen Amt!
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Kongresseröffnung
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Als „Special Guest“ gab Torwartlegende Oliver Kahn bei der Kongresseröffnung spannende und zugleich amüsante Einblicke in seine außergewöhnliche Karriere und berichtete in der Talkrunde „Mentale Stärke und Resilienz in Extremsituationen“ von seinen Erfahrungen mit Medizin und Gesundheit. Erstaunlicherweise gibt es einige Parallelen zwischen dem Fußballplatz und dem OP, was Konzentrationsfähigkeit, Umgang mit Druck und Teamführung angeht. Als Highlight konnte sich Prof. Dr. Dieter Wirtz, ehemaliger Präsident der DGOU, über einen signierten Fußball freuen, den Oliver Kahn in das Publikum schoss. Darüber hinaus wurden bis zum Ende des DKOU ein Trikot und Torwarthandschuhe versteigert, die am Freitag an DGOU-Schatzmeister Prof. Dr. Karl-Dieter Heller gingen. Der Erlös von 1.000 Euro fließt in die Oliver-Kahn-Stiftung für den Aufbau des Safe-Hub in Berlin.
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Wissenschaft
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PD Dr. Cora Rebecca Schindler vom Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde mit dem diesjährigen Preis zur Förderung der Grundlagenforschung der DGOU ausgezeichnet. In ihrer Arbeit hat sie traumatische Hirnverletzungen genauer untersucht, insbesondere veränderte Oberflächenproteine extrazellulärer Vesikel, die spezifisch für traumatische Hirnverletzungen sind. Diese könnten als diagnostisches und prognostisches Instrument bei polytraumatisierten Patientinnen und Patienten eingesetzt werden.
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Wissenschaft
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Dr. Nils Meißner von den Sana Kliniken Sommerfeld hat das Stipendium „Qualität und Sicherheit in der Endoprothetik“ 2024 der DGOU erhalten. Der Wissenschaftler möchte mit der Förderung eine Forschungsreise an die Mayo Clinic in Rochester in den USA finanzieren. Im Rahmen des geplanten Aufenthalts soll ein intraartikuläres Maus-Arthrofibrosemodell zur Erforschung neuer Therapieansätze entwickelt werden.
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Wissenschaft
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Dr. phil. Christoph Egen wurde mit dem diesjährigen Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung der DGOU gewürdigt. In seiner Machbarkeitsstudie zur Schließung der rehabilitativen Versorgungslücke bei Patientinnen und Patienten nach erfolgter Majoramputation hat der Wissenschaftler gemeinsam mit seinem Team gezeigt, dass mit einer multimodalen Therapie langfristig Kosten gespart werden könnten. Zudem könnte bei einer geringfügigen zeitlichen Verlängerung mit dem Konzept sogar auf eine stationäre bzw. ganztägig ambulante Rehabilitation verzichtet werden.
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Wissenschaft
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Prof. Dr. Kaywan Izadpanah vom Universitätsklinikum Freiburg und Dr.-Ing. Elin Theilen vom Fraunhofer Institute for Digital Medizin MEVIS in Bremen wurden mit dem Forschungspreis Digitalisierung in O und U 2024 gewürdigt. In ihrer Arbeit stellen die beiden Wissenschaftler ein Modell zur Vorhersage der individuellen Kniegelenkkinematik vor. Damit soll das Verständnis für die komplexe individuelle Anatomie und mögliche Pathologien verbessert und physiologische Kinematiken rekonstruiert werden können.
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Wissenschaft
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Dr. Tim Jakobi aus Frankfurt am Main wurde mit dem Preis für evidenzbasierte Medizin (EbM) 2024 der DGOU ausgezeichnet.
Der Beitrag „Versorgung komplexer, mehrfragmentärer Radiuskopffrakturen – To fix or to replace? Eine Matched-Pair-Analyse“ hat die EbM-Kommentatorengruppe am meisten überzeugt. Der Wissenschaftler konnte gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe nachweisen, dass bei einer mehrfragmentären Radiuskopffraktur mit einer osteosynthetischen Rekonstruktion des Radiuskopfes ein besseres postoperatives Ergebnis erreicht werden kann.
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Wissenschaft
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Für seine Arbeit „The beta2-adrenoreceptor is a targetable stimulus for fracture healing in adult mice“ wurde Paul Knapstein vom UKE Hamburg mit den Wilhelm-Roux-Preis 2024 der DGOU-Sektion Grundlagenforschung gewürdigt. In der prämierten Arbeit hat der Wissenschaftler Einfluss des sympathischen Nervensystems (SNS) auf die Knochenregeneration bei Mäusen untersucht. Anhand genetischer Defizienzmodelle konnte gezeigt werden, dass das SNS über den beta2-Rezeptor essentiell für die Gefäßneubildung im heilenden Knochen der Tiere ist.
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Wissenschaft
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Auf dem DKOU gab es auch wieder Preise für die besten wissenschaftlichen Poster, die im Rahmen des Kongresses präsentiert und vor Ort von einer Jury bewertet wurden. „Experimentelle Posterpreise“ sind mit jeweils 750 Euro verbunden. Die besten Poster kamen von Oliver Küppers aus Ulm, Dr. El Mustapha Haddouti aus Bonn, Dr. Kai O. Böker aus Göttingen und Juliana Bousch aus Düsseldorf.
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Wissenschaft
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Auf dem Kongress wurden ebenfalls Preise für die besten wissenschaftlichen Poster in der Kategorie „Klinische Arbeiten“ mit Dotierungen zwischen 500 und 1.500 Euro vergeben. Die besten Poster kamen von Dr. Sebastian Schilde aus Halle, Dr. Claudius Thiedemann aus Regensburg und Dr. Andreas Weimer aus Heidelberg.
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Bildung
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Auf dem DKOU 2024 wurden drei Konzepte prämiert, die motivierend und zugleich spannend Lehrinhalte von O und U transportieren und somit am besten das Interesse der Studierenden für das Fach wecken. Die Auszeichnung für die besten Lehrkonzepte in O&U 2024 gingen in der Kategorie „Wahlfach“ an Dr. Florian Brakopp, in der Kategorie „Digitalisierung in der Lehre“ an Prof. Dr. Miriam Rüsseler und in der Kategorie „Personalisierung und Vernetzung“ an PD Dr. Christian Deininger.
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Ehrung
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Neben Preisverleihungen und wissenschaftlichen Sitzungen bietet der DKOU auch den passenden Rahmen, um Persönlichkeiten zu ehren, die sich um die Entwicklung und Förderung von O&U außerordentlich verdient gemacht haben. So wurden Prof. Dr. Jan Duedal Rolfing aus Dänemark und Prof. Dr. Matthias A. Zumstein aus der Schweiz als korrespondierende Mitglieder der DGOU, Prof. Dr. Joaquin Sanchez-Sotelo aus den USA als korrespondierendes Mitglied der DGOOC und Prof. Dr. Andrew R. Baker aus Südafrika als korrespondierendes Mitglied der DGU ernannt. Neues Ehrenmitglied der DGOU ist Prof. Dr. Dietmar Pennig, neue Ehrenmitglieder der DGOOC und DGU sind Prof. Dr. Norbert P. Haas bzw. Prof. Dr. Volker Ewerbeck. Darüber hinaus wurden beim Präsidentenempfgang weitere zahlreiche Auszeichnungen für großartige Engagement im Fachgebiet O und U vergeben.
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Qualität und Sicherheit
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Die DGOU hat auf dem DKOU offiziell das Personenzertifikat an die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik überreicht. Damit ist die DGOU-Sektion ab sofort berechtigt, das DGOU-Siegel für Personenqualifikationen zu verwenden. Damit bescheinigt die DGOU der AE, dass sie die Personenzertifikate nach den Richtlinien der Fachgesellschaft ausführt. Die DGOU hat mit der Etablierung verschiedener Qualitätskriterien einen einheitlichen Rahmen für personenbezogene Zertifikate geschaffen und gibt damit Patientinnen und Patienten, Kliniken und Kostenträgern Orientierungspunkte an die Hand.
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Wissenschaft zum Schmunzeln
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Thoraxdrainagen können lebensrettend sein, wenn sie denn richtig positioniert sind. Korrekterweise sollten sie beim Trauma in der Bülau-Position im sogenannten „triangle of safety“ eingebracht werden. Die untere Begrenzung dieses Dreiecks bildet der 5. Intercostalraum (ICR). Die Mamille kann als Landmarke zum Auffinden dieses ICR genutzt werden – zumindest bei Männern, dachte man bislang. Und bei Frauen? Da war man bisher aufgrund der Kombination aus Brustgewebe und Schwerkraft eher skeptisch. Jedoch: Auch schwerverletzte Patientinnen werden flach auf dem Rücken liegend versorgt. Die Studie konnte nun zeigen, dass – unabhängig von BMI, Alter und vorangehenden Schwangerschaften – die Mamille bei flach auf den Rücken liegenden Frauen trotz Schwerkraft stets auf Höhe des fünften ICR zu finden ist. Damit kann sie als Landmarke zum Auffinden der korrekten Position zur Anlage einer Thoraxdrainage dienen. Mit ihrem Beitrag „Titten, Thesen, Thoraxtrauma“ demonstrierte Dr. Paula Beck diese Erkenntnis äußerst anschaulich und unterhaltsam. Unter tosendem Applaus hat die Unfallchirurgin aus dem Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen damit beim diesjährigen Science Slam abgeräumt und mehr als verdient gewonnen – und das keineswegs nur, weil es um Brüste ging.
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Gemeinsame Pressemitteilung von DGOU und BVOU
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Die DGOU und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) ehren in diesem Jahr den Beitrag „Beinverlängerung: Tobeys langer Weg zu zwei gleichlangen Beinen“ von Sybille Seitz mit dem Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie (JOU). Die RBB-Produktion erschien am 2. Juli 2024 auf dem YouTube-Kanal ARD GESUND. Die JOU-Verleihung fand auf der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) am 22. Oktober 2024 in Berlin statt.
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Aktion am Gemeinschaftsstand
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Der Gemeinschaftsstand war in diesem Jahr ein fester Publikumsmagnet. Hier haben Interessierte nicht nur Informationen zur Mitgliedschaft in den Fachgesellschaften erhalten oder mehr zum neuen Bereich „Meine OU“ erfahren. Am Glücksrad hatte jeder Besucher oder Besucherin die Chance auf einen Hauptgewinn, kleinere Preise oder eine leckere Süßigkeiten – ein nettes Gespräch gab es obendrauf. Hatten auch Sie Ihr Glück versucht? Wenn nicht, dann kommen Sie unbedingt beim nächsten DKOU vorbei!
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Gastland
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Bereits zum zweiten Mal war die Schweiz als Gastnation beim DKOU vertreten. Bei der „Welcome-Speech“ im Rahmen der Kongresseröffnung würdigte Prof. Dr. Matthias A. Zumstein, Präsident der Swiss Orthopaedics, die tiefe Verbundenheit und den großartigen intensiven länderübergreifenden Austausch. Gemeinsam mit Deutschland wolle man die „Orthopädie und Traumatologie der Zukunft gestalten“. Auf dem DKOU hat die Delegation Sitzungen zu moderner gelenkerhaltender Chirurgie, disruptiven Innovationen der Schweizer Orthopädie und Traumatologie, Fragilitätsfrakturen und zum internationalen Einfluss der Swiss Orthopaedics abgehalten.
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Gastland
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Als zweites Gastland war Dänemark auf dem DKOU vertreten. Prof. Dr. Michael M. Petersen, Präsident der Danish Orthopaedics Society (DOS), freute sich über die Einladung und Chance zugleich, vom dänischen Gesundheitssystem – insbesondere im Fachbereich O und U – zu berichten. Innerhalb der Kongresswoche hat das Team Dänemark vier Sessions zu den Themen Hüft- und Kniearthrose, untere Extremitäten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Fragilitätsfrakturen sowie Trauma veranstaltet.
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DKOU 2024
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Getreu dem Motto „Erleben Sie die Zukunft der Chirurgie re:live“ konnten die Besucherinnen und Besucher beim erstmaligen „Re:live Surgical Technique Theater“ neben dem Gemeinschaftsstand der Fachgesellschaften und des BVOU spannende und praxisnahe Operationsvideos sehen, die von führenden Expertinnen und Experten präsentiert und mit dem Publikum diskutiert wurden. Der stets hohe Andrang sprach für sich, sodass das Format auch 2025 angeboten werden soll.
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Patiententag
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Am Donnerstag fand wie üblich der traditionelle Patiententag als gemeinsame Veranstaltung von DGOU, dem BVOU und der Deutschen Rheuma-Liga (DRL) auf dem DKOU statt – diese Mal zum Thema „Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen“. Besonderes Highlight war ein Anti-Sturz-Parcours im Foyer, bei dem die Gäste einen „Rollator-Führerschein“ erwerben konnten. Im Großen Saal erfuhren die Teilnehmenden darüber hinaus in Expertenvorträgen mehr zu operativen und nichtoperativen Maßnahmen, zur Indikation von Gelenkersatz und zu Maßnahmen bei Schmerzen in Knie und Ellenbogen. Auch Übungen zur Erhaltung der Beweglichkeit wurden gezeigt und gemeinsam ausprobiert. Zudem waren individuelle Gespräche rund um Gelenkschmerzen mit den Expertinnen und Experten möglich.
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Verlosung
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Welcher Krankheitsverdacht ergibt sich aus dem Röntgenbild eines 6-jährigen Jungen mit hinkendem Gang? Was ist der Goldstandard in der Gonarthrose-Therapie? Wann wurde die BIOLEX-Keramik in der Hüftendoprothetik eingeführt? Diese und weitere Fragen mussten die Teilnehmenden der Austeller-Rallye an den 15 Industrieständen, die bei der Aktion mitgemacht haben, beantworten, um sich für die Verlosung von zwei Bambusfahrrädern der Marke myboo zu qualifizieren. Eine Medizinstudentin aus Leipzig konnte sich über das Bambus City E-Bike Bia E5000 freuen, das Bambus Gravelbike Soto Flat ging an einen Rotanten aus Pakistan.
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Event
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Das bekannteste Kaufhaus Deutschlands hat am Donnerstag zur traditionellen Kongressparty eingeladen. In der sechsten Etage des KaDeWe konnten die Gäste nicht nur das besondere Ambiente bestaunen sondern auch ausgelesene, kulinarische Köstlichkeiten genießen. Für alle Tanzlustigen oder Freunde guter Musik sorgte zu späterer Stunde die Band Ever´so für gute Stimmung.
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Fotogalerie
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Die feierliche Eröffnung, die vielen Sessions, der Science Slam, der Tag der Studierenden, die Fachausstellung, die Party, das Kongressfinale – viele Eindrücke von diesen und weiteren Events auf dem DKOU 2024 haben wir für Sie in Bildern festgehalten. Klicken Sie sich durch unsere Fotogalerien und lassen Sie die Kongress-Woche noch einmal Revue passieren. Viel Spaß beim Stöbern!
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Wissenschaft
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PD Dr. Philipp Pieroh vom Universitätsklinikum Leipzig wurde mit dem Hans-Liniger-Preis der DGU 2024 gewürdigt. In seiner Arbeit „Alterstraumatologische und anatomische Besonderheiten in der Beckenchirurgie“ hat Pieroh die Klassifikation der Fragilitätsfrakturen des Beckens (FFP) hinsichtlich Verlässlichkeit, Objektivität und Relevanz für die Therapie untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Therapieplanung für geriatrische Beckenringfrakturen unterstützen und Einblicke in die muskuloligamentäre Stabilisierung sowie die Topografie der Symphyse geben, was die Zuordnung von Schmerzlokalisationen, wie etwa bei Leistenschmerzen, erleichtert.
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Wissenschaft
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Dr. sc. Julia M. Mehl wurde für ihre Arbeit „Mechanical aspects of extracellular matrix assembly and angiogenesis during bone healing“ mit dem Promotionspreis der DGU 2024 geehrt. In ihrer Dissertation hat sich die Wissenschaftlerin mit den Mechanismen befasst, die zur narbenfreien Knochenheilung beitragen. Die Arbeit liefert wichtige Einblicke, wie mechanische Faktoren die Heilung beeinflussen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten somit zur Entwicklung neuer Therapien beitragen, um das Risiko von Frakturheilungskomplikationen zu reduzieren.
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Wissenschaft
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Die Arbeitsgruppe Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Veronika Lukacs-Kornek, Dr. Bingduo Wang, PD Dr. rer. nat. Miroslaw T. Kornek und PD Dr. med. habil. Arnulf G. Willms vom Universitätsklinikum Bonn und Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz haben den diesjährigen Innovationspreis der DGU erhalten. Im Rahmen ihres Liquid Biopsy in Organ Damage (LiBOD)-Projekts hat das Forschungsteam untersucht, wie mithilfe von extrazellulären Vesikeln (EVs) Polytrauma mit Organverletzungen von Polytrauma ohne Organverletzungen unterschieden werden kann. Dabei wurde deutlich, dass diese spezifischen Arten von kleinen EVs als wertvolle nicht-invasive und objektive Biomarker dienen könnten, um die Schwere des Polytraumas und der damit verbundenen Organverletzungen zu beurteilen und zu überwachen.
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Wissenschaft
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Dr. Jason-Alexander Hörauf vom Universitätsklinikum Frankfurt erhält das Reisestipendium der DGU für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt in Pittsburgh (USA). Er plant als Research Visitor im Forschungslabor von Prof. Dr. Timothy Billiar Einblicke in die immunologischen Vorgänge zu gewinnen, die bei Polytrauma-Patienten mit begleitendem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) eine Rolle spielen. Dabei stehen die durch das Trauma ausgelösten systemischen Entzündungsreaktionen im Vordergrund. Die angewandte Methodik ist die sogenannte Multi-Omic-Analyse, die eine detaillierte Untersuchung der Inflammationsreaktion auf mehreren Ebenen (Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik) ermöglicht. Ziel des Aufenthalts ist, die sogenannte Multi-Omic-Analyse umfassend zu verstehen und sie direkt auf Patientenkollektive mit Polytrauma und SHT anzuwenden.
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Denise Schulz, Anne Neubert, PD Dr. Andreas Höch und PD Dr. Steven Herath haben die Forschungsförderung für translationale Kooperationsprojeke 2024 der DGU erhalten. Die Studie ist eine Kooperation von TraumaEvidence und der Sektion Becken- und Acetabulumsverletzungen. Trotz zunehmender Anzahl an systematischen Übersichtsarbeiten im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie gibt es nur wenige, die klinisch verwendbare Resultate berichten. Ziel der prämierten Arbeit ist, ein Core Outcome Set (COS) für chirurgisch behandelte Acetabulumfrakturen mithilfe einer Delphi-Studie zu entwickeln. Das COS legt fest, welche Endpunkte in klinischen Studien zu dieser Thematik gemessen und berichtet werden sollten.
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Wissenschaft
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Verbunden mit einer Laudatio des Schriftleiters Prof. Dr. Thomas Mittlmeier von der Universität Rostock wurde beim DKOU 2024 erstmals der Julius-Springer-Preis der Zeitschrift „Die Unfallchirurgie“ für die beste Originalarbeit der vergangenen
zwei Publikationsjahre verliehen. Gewürdigt wurde Dr. Heinz-Lothar Meyer vom Universitätsklinikum Essen für den Beitrag „E-Scooter-, E-Bike- und Fahrradverletzungen im gleichen Zeitraum – eine prospektive Vergleichsstudie eines Level-1-Traumazentrums“. Die Arbeit zeigt, dass die drei untersuchten Patientenkollektive unterschiedliche Verletzungsursachen und -profile aufweisen. Der Artikel kann kostenfrei online gelesen werden.
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Ehrung
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Prof. Dr. Tim Pohlemann ist mit der Harald-Tscherne-Honorary Lecture der DGU für seine Verdienste zur Versorgung von Traumapatientinnen und -patienten geehrt worden. Als international anerkannter Experte in der Unfallchirurgie hat er in seiner Vorlesung das Thema „Nationwide Trauma Care: Self-evident or precious privilege?“ behandelt. Unter den Anwesenden war auch sein Mentor Prof. Dr. Harald Tscherne, dem Pohlemann persönlich für seine Inspirationen für eine moderne Versorgung Schwerverletzter dankte.
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Wissenschaft
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Hilmar Lorenz Büssemaker hat mit seinem Team den Themistocles-Gluck-Preis 2024 der DGOOC erhalten. Gewürdigt wurde die Arbeit „Silver-integrated EDM processing of TiAl6V4 implant material has antibacterial capacity while optimizing Osseointegration“, in der die Gruppe die antibakteriellen und biokompatiblen Eigenschaften von silbermodifizierten Titanlegierungen untersucht hat, um künftig periprothetische Gelenkinfektionen und damit orthopädische Revisionseingriffe zu reduzieren.
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Wissenschaft
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Dr. Tu-Lan Vu-Han vom Centrum for Muskuloskeletale Chirurgie (CMSC) der
Charité – Universitätsmedizin Berlin hat den Preis für klinisch-orthopädische Forschung 2024 der DGOOC erhalten. In ihrer Arbeit befasst sich die Wissenschaftlerin mit neuen Ansätzen zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs von spinaler Muskelatrophie (SMA). Dabei konnte sie zeigen, dass KI-gestützte Modelle das Potenzial haben, die künftige Behandlung von seltenen Erkrankungen, wie SMA, zu optimieren.
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Wissenschaft
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In diesem Jahr wurde der Heinz-Mittelmeier-Forschungspreis der DGOOC gleichwertig geteilt: Dr. Sebastian Walter und Dr. Robert Nißler wurden für ihre Arbeit „Material-Intrinsic NIR-Fluorescence Enables Image-Guided Surgery for Ceramic Fracture Removal“ gewürdigt, die sich mit der Entwicklung eines optischen Systems zur Detektion von Keramikbruchstücken bei Implantaten befasst. Die zweite Arbeitsgruppe um Adrian Buchholz und Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Joachim Döring erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeit „Damage analysis of retrieved Biolox(R)delta components used in hard and soft bearings“. Die Wissenschaftler untersuchten den Verschleiß von verschiedenen keramischen Hüftköpfen, um Erkenntnisse zur Langzeitstabilität der Komponenten und zu Optimierungspotentialen von Implantmaterialien zu gewinnen.
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Ehrung
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Für seine Verdienste im Bereich der Schulter- und Ellenbogenchirurgie wurde Prof. Dr. Joaquin Sanchez-Sotelo, Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie an der renommierten Mayo Clinic in Rochester, USA, mit der diesjährigen Pauwels-Medaille der DGOOC geehrt. In der Pauwels-Gedächtnis-Vorlesung sprach Sanchez-Sotelo, der auch Präsident der Amerikanischen Schulter- und Ellenbogengesellschaft (ASES) ist, unter dem Titel „The Art and Science of Reverse Shoulder Arthroplasty“ über die Entwicklung und Nutzung inverser Schulterprothesen. Seine wegweisenden Arbeiten haben maßgeblich zur Weiterentwicklung der Primär- und Revisionsendoprothetik des Schultergelenks beigetragen.
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Dank
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PD Dr. Ioannis Stratos von der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus in Würzburg und PD Dr. Konstantin Horas von der ATOS Klinik Wiesbaden haben für ihr großes Engagement auf dem DKOU 2023 das Kongress-Stipendium der DGOOC in Höhe von je 800 Euro erhalten. Mit dem Stipendium hatten sie nun die Möglichkeit, den diesjährigen Kongress ohne Verpflichtungen zu besuchen.
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Pressemitteilung der DGOU
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Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2024 endete am Freitag nach einer erfolgreichen Woche. Über 8.000 Expertinnen und Experten kamen vom 22. bis zum 25. Oktober 2024 nach Berlin, darunter mehr als 1.000 internationale Gäste. Damit übertraf der DKOU 2024 die Teilnehmerzahlen des Vorjahres. „Wir freuen uns sehr über die guten Zahlen. Aber noch mehr freuen wir uns über die positive Atmosphäre, die wir während der Woche überall auf dem Kongress spüren konnten. Der DKOU in Berlin ist aus der Welt von O&U in Deutschland und international nicht wegzudenken“, sagen unisono die drei Kongresspräsidenten Prof. Dr. Andreas Seekamp (Kiel), Prof. Dr. Markus Scheibel (Berlin/Zürich) und Dr. Tobias Vogel (München).
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Pressemitteilung der DGOU
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Mehr als 1.200 verletzte Soldaten aus der Ukraine wurden seit Kriegsbeginn in deutschen Krankenhäusern aufwändig, langwierig und kostenintensiv behandelt. Die Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken mussten sich auf die neuen Verletzungsmuster einstellen, viele Kliniken gingen finanziell in Vorleistung. Erst kürzlich wurden 50 Mio. Euro von der Regierung für die Versorgung von Kriegsverletzten aus der Ukraine zur Verfügung gestellt. Was aber wäre, wenn der Bündnisfall der NATO einträfe und auch deutsche Soldaten im Krieg kämpfen müssten und Deutschland Aufmarschgebiet würde? Dann wäre mit vielen Hunderten Toten und Tausenden Verletzten zu rechnen. „Die deutschen Krankenhäuser haben hinsichtlich der Versorgung von Kriegsverletzungen einen erheblichen Nachholbedarf, lediglich die fünf Bundeswehrkrankenhäuser sind hierzulande mit besonderen Kenntnissen ausgestattet. Im Falle der Ausweitung dieses Konfliktes auf den Bündnisfall wären die vorgehaltenen Betten der Bundeswehrkrankenhäuser und der assoziierten BG-Kliniken innerhalb von 48 Stunden ausgelastet“, sagt Prof. Dr. Dietmar Pennig, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
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Pressemitteilung der DGOU
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Deutschland diskutiert über die zunehmende Gewalt und Messerangriffe. Aus dem TraumaRegister DGU® der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie geht hervor, dass Messerstichverletzungen in den letzten Jahren zugenommen haben. Kongresspräsident Prof. Dr. Andreas Seekamp aus Kiel spricht sich für politisches Handeln aus: „Ein Messerverbot allein wird nicht helfen, man muss Verbotszonen für scharfe Gegenstände und Waffen einrichten, zum Töten kann auch ein Schraubenzieher reichen. Es ist vielleicht auch überlegenswert, an anderen Orten mit viel öffentlichem Publikumsverkehr, wie z.B. an Bahnhöfen, Flughäfen oder öffentlichen Ämtern, entsprechende Eintrittskontrollen einzuführen.“
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Pressemitteilung der DGOU
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Fast jeder leidet manchmal unter Kreuzschmerzen. Schuld daran ist oft mangelnde Bewegung und zu viel Sitzen. Um das auszugleichen, sollte man sich täglich ausreichend bewegen. Dabei kann jeder für sich herausfinden, welche Art von Bewegung ihm am meisten Spaß macht: Ob Gymnastik im Sportverein, Pilates im Sportstudio oder Hanteltraining in der Muckibude – es gibt viele Angebote und Tutorials im Internet. „Das muss aber gar nicht sein, es reichen auch ganz einfache Bewegungen“, sagt Rückenexperte Prof. Dr. Bernd Kladny, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). „Eine aktuelle Studie aus Australien hat gezeigt, dass auch schon Walking das erneute Auftreten von Kreuzschmerzepisoden deutlich verringern kann und wir sprechen hier von ca. 160 Minuten Bewegung pro Woche.“
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Pressemitteilung der DGOU
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Viele der Frauen in den Wechseljahren leiden unter Muskel-Skelett-Symptomen wie Gelenkschmerzen, Muskelabbau und Knochendichteverlust. Die Arthrose-Häufigkeit steigt bei Frauen in der Menopause deutlich an. Geringe Östrogenwerte verschlechtern die Durchblutung und Flüssigkeitsversorgung der Gelenke, was zu Steifheit und Unbeweglichkeit führt. Das spüren viele Frauen, ordnen dies aber kaum den Wechseljahresbeschwerden zu. Auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) sagt DGOU-Expertin Dr. Rebecca Sänger: „Bei einer mittelalten Frau mit Gelenkproblemen muss man an die Hormone denken und an Rheuma. Operieren kann man immer noch.“ Sie setzt sich dafür ein, dass das Muskel-Skelett-Syndrom unter den Wechseljahresbeschwerden bekannter wird und kümmert sich um verstärkte Forschung in diesem Bereich. Ernährung, Bewegung und Vitamine wie D und K2 können helfen. Die Menopausale Hormontherapie (MHT) könnte eine wirksame Option sein, da sie den Östrogenverlust verlangsamt und die Auswirkungen auf Knochen und Muskeln abmildert. Ihre Wirksamkeit ist jedoch noch nicht eindeutig belegt.
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Pressemitteilung der DGOU
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Prof. Dr. Georgi Wassilew, Generalsekretär der AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik, einer Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), sagt auf dem Kongress: „Die Entwicklung und Anwendung roboter-assistierter Systeme in der Orthopädie und Unfallchirurgie haben bis zum Jahr 2024 bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Insbesondere bei der Implantation von Knie- und Hüftprothesen ist der Einsatz von Robotern immer häufiger zu beobachten. Diese Technologien ermöglichen eine präzise Planung und Durchführung von Operationen, da sie prä- und/oder intraoperativ die individuelle Anatomie des Patienten erfassen und die notwendigen Schnitte exakt planen. Ärzte behalten jedoch jederzeit die Kontrolle und nutzen die roboter-assistierte Technik als präzises Werkzeug, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“
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Pressemitteilung der DGOU
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Der Frauenanteil in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist vergleichsweise gering. Daher diskutieren Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, wie Frauen für das Fach gewonnen und wie sie konkret in ihrer Karriere unterstützt werden können. Der stellvertretende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Prof. Dr. Markus Scheibel weist darauf hin, dass Frauen noch besser entsprechend ihrer Bedürfnisse integriert werden müssten. Hoher Leistungsdruck und oft schwierige Arbeitsbedingungen seien herausfordernd. Er sagt: „Wichtig ist uns die Vereinbarkeit von Familie und der Arbeit in der Klinik, aber auch das Hinführen zu wissenschaftlicher Tätigkeit. Wir haben dafür an der Charité Berlin das Musketierprinzip als Mentoringprogramm entwickelt.“
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Ausblick
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Nach dem Kongress ist vor dem Kongress: „Fortschritt gemeinsam gestalten“ heißt das Motto des DKOU 2025. Er findet vom 28. bis zum 31. Oktober 2025 erstmalig im CityCube Berlin statt. Kongresspräsidenten sind dann Prof. Dr. Christoph Lohmann, Prof. Dr. Ulrich Stöckle und Dr. Stefan Middeldorf. Bis Februar 2025 können wissenschaftliche Abstracts für den Kongress online eingereicht werden.
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Herausgeber
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
www.dgou.de
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