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Newsletter
April 2025
 
Aktuelles DGU Ausschreibungen Termine
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 

nach wochenlangen Verhandlungen ist der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD beschlossen – neun Seiten widmen sich dem Themengebiet Gesundheit und Pflege. In dem Dokument verspricht die neue Regierung tiefgreifende strukturelle Reformen, um die Versorgungsqualität zu sichern. Einige der Schwerpunkte fassen wir in dieser Newsletterausgabe zusammen. Erfahren Sie außerdem, warum die erneute Zertifizierung des Landstuhl Regional Medical Center gerade in der aktuellen weltpolitischen Situation einen solch hohen Stellenwert hat. Und lesen Sie schließlich, weshalb das Praktische Jahr nicht nur für Medizinstudierende ein wichtiges Zeitfenster für Entscheidungen ist. 

Eine informative Lektüre wünschen

Prof. Dr. Dietmar Pennig und Prof. Dr. Bernd Kladny
Generalsekretäre der DGOU
 
 
Aktuelles
 
Gesundheitspolitik
 
Spezielle Traumatologie setzt sich in Koalitionsverhandlungen durch

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD steht und wurde am 9. April der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser sieht auch eine weitere Reform der Gesundheitsversorgung vor. Viele der Neuerungen, die bereits im Ergebnispapier der Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege unter Leitung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zuvor erarbeitet wurden, finden sich in dem 144-seitigen Dokument wieder. Unter anderem werden Krankenhäusern Leistungsgruppen nach dem Vorbild von Nordrhein-Westfalen zugeordnet – zuzüglich der speziellen Traumatologie. „Wir begrüßen es, dass die verhandelnden Gesundheitsexpertinnen und -experten die spezielle Traumatologie als zusätzliche Leistungsgruppe in den Koalitionsvertrag aufgenommen haben“, sagt DGOU-Generalsekretär Prof. Dr. Dietmar Pennig und ergänzt: „Das ist ein Gewinn für die Versorgungsqualität und auch für die Fachgesellschaft.“


 
 
 
Gemeinsame Pressemitteilung von BDC, BNC, BVOU und DGOU
 
Nach dem Sturz vom Rad zuerst zum Hausarzt? – Ein gefährlicher Umweg!

Gerade im Falle eines Unfalls ist eine schnelle und kompetente medizinische Versorgung entscheidend. Insbesondere bei akuten Verletzungen, wie sie im Sport oder im Alltag häufig vorkommen, zeigt die aktuelle Diskussion um ein verpflichtendes Primärarztsystem für gesetzlich Krankenversicherte, das Union und SPD im Koalitionsvertrag vorschlagen, aus Sicht der zuständigen Fachgesellschaft DGOU und der Berufsverbände BDC, BVOU und BNC gravierende Schwächen auf. Sie warnen eindringlich vor den Folgen eines solchen Systems und fordern, den Direktzugang zu Unfallärztinnen und -ärzten im Gesundheitssystem zu erhalten.


 
 
 
Sportmedizin
 
Skifahren, Mountainbiking, Bergsteigen: Sport als Ursache für Polytraumata

Endlich Urlaub: ein bisschen Ausspannen, ein bisschen Wandern, Bergsteigen und Klettern – denkt sich mancher Freizeitathlet. Doch so einfach ist die Sache nicht. Ohne ausreichende Kondition, Konstitution und Koordination stürzen Menschen ab oder rutschen aus und müssen vor Ort in den Kliniken versorgt werden. „Es ist nur ein kurzer Moment beim Skifahren oder Mountainbiking, der aber das Leben für immer verändern kann“, sagt Dr. Moritz Katzensteiner, Assistenzarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an den Ordenskliniken der Barmherzigen Schwestern in Linz. Über 18 Monate arbeitete er jüngst an der Klinik Diakonissen in Schladming, einem Berg- und Freizeitsportgebiet, das es – unfallträchtig gesehen – in sich hat. Auf dem 40. Kongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), der vom 15. bis zum 17. Mai 2025 in Krems stattfindet, stellt er schwerste Verletzungen und Polytraumata vor, ordnet deren Entstehung und die Therapien ein.


 
 
 
Lesetipp OUMN
 
Karriereentscheidung im PJ: Warum Betreuung und Lehre entscheidend sind

Wenn das Praktische Jahr (PJ) ansteht, treffen die meisten angehenden Ärztinnen und Ärzte ihre endgültige Karriere-Entscheidung. Denn spätestens nach dem letzten Tertial heißt es hopp oder top: Kehrt man der angestrebten chirurgischen Fachrichtung den Rücken? Wo wurden die besten Erfahrungen gesammelt? Für die Kliniken ist es die letzte Chance, den ärztlichen Nachwuchs von sich zu überzeugen, für eine Fachrichtung zu begeistern und für die Patientenversorgung zu gewinnen. Wie dies gelingen kann, zeigt ein Artikel in der neuen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN).


 
 
 
Gemeinsamer Bundesausschuss
 
Innovationsausschuss sucht Themenvorschläge für das Förderjahr 2026

Ab sofort sucht der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss versorgungsrelevante Themenvorschläge für das Förderjahr 2026. Durch die Themensuche sollen viele inhaltliche Ideen in die neuen Förderbekanntmachungen einfließen. Vorschläge können sich auf die Förderbereiche neue Versorgungsformen sowie Versorgungsforschung beziehen. Jeder Vorschlag muss unter anderem die Relevanz des vorgeschlagenen Förderthemas begründen und den Versorgungs- und Verbesserungsbedarf darlegen. Informationen sowohl zum Ablauf als auch zu inhaltlichen wie formalen Anforderungen an die Vorschläge sind in der Bekanntmachung zum Konsultationsverfahren zu finden. Interessierte können das bereitgestellte Vorschlagsformular bis zum 20. Juni 2025 per E-Mail senden an konsultationsverfahren@if.g-ba.de.


 
 
 
DGU
 
Landstuhl Regional Medical Center
 
Zusammenarbeit mit amerikanischem Militärkrankenhaus: starkes Signal in anspruchsvollen Zeiten

Das Landstuhl Regional Medical Center (LRMC) wurde am 25. April 2025 erneut von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Das größte US-amerikanische Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten gilt als erste Anlaufstelle für Soldatinnen und Soldaten, die beim Einsatz in Krisengebieten beispielsweise in Afrika oder dem Nahen Osten schwer verletzt wurden. Mit der Zertifizierung ist das LRMC weiterhin in das bundesweite TraumaNetzwerk DGU® (TNW) eingebunden: Damit können amerikanische und deutsche Teams Hand in Hand arbeiten, um schnelle Hilfe in Extremsituationen zu gewährleisten. „Die erneute Zertifizierung unterstreicht die besondere Bedeutung des Hauses für die grenzüberschreitende medizinische Versorgung in Deutschland und macht die Verbindung zu den amerikanischen Kollegen noch tragfähiger. Die Bedeutung des Sanitätswesens hat erkennbar für die USA einen sehr hohen Stellenwert“, sagt Generalsekretär Prof. Dr. Dietmar Pennig.


 
 
 
Im TraumaEvidence-Newsletter finden Sie die neuesten Systematic Reviews aus O und U


 
 
 
Ausschreibungen
 
Frist: 07.05.2025
 
Jetzt bewerben zur ComGen-Postersession

Die ComGen der AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik veranstaltet am 26. Juni 2025 in Heidelberg eine Postersession im Rahmen des AE-Masterkurses Knie. Weiterzubildene sowie Fachärztinnen und -ärzte sind herzlich eingeladen, wissenschaftliche Arbeiten zu endoprothetischen Fragestellungen unter anderem zu Knie, Hüfte oder Schulter vorzustellen. Herausragende Arbeiten werden als „elevator pitch“ präsentiert und von einer Jury bewertet. Dabei werden die drei besten Arbeiten mit Preisdotierungen von 1.500 Euro, 1.000 Euro und 500 Euro von der Stiftung Paulinenhilfe prämiert.


 
 
 
Frist 30.06.2025
 
Innovative Lehrkonzepte für O&U gesucht

Die DGOU und der Konvent der Universitätsprofessuren (KUOU) möchten die Begeisterung für unser Fach fördern und Initiativen unterstützen, die das Interesse von Studierenden an O&U wecken. Daher werden auch auf dem DKOU 2025 wieder drei besonders herausragende Lehrkonzepte gewürdigt, die motivieren und zugleich spannend gestaltet sind. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Dozentinnen und Dozenten sind eingeladen, ihre Ideen bis zum 30. Juni 2025 einzureichen.


 
 
 
Frist: 30.06.2025
 
Forschungsförderung für translationale Kooperationsprojekte

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) vergibt in diesem Jahr erneut die mit 8.000 Euro dotierte Forschungsförderung für translationale Kooperationsprojekte aus dem Bereich der muskuloskelettalen Forschung. Gefördert wird ein Forschungsprojekt aus dem Bereich der klinischen oder patientennahen Forschung mit hoher klinischer Bedeutung für die Unfallchirurgie. Die Verleihung erfolgt auf dem diesjährigen Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) – die Ergebnisse sind im Folgejahr auf dem DKOU zu präsentieren. Bewerbungsunterlagen können bis zum 30. Juni 2025 per E-Mail eingereicht werden.


 
 
 
Einsendeschluss: 31.07.2025
 
Jetzt mithelfen, gute Medizin sichtbar zu machen: DGOU und BVOU schreiben den Deutschen Journalistenpreis O&U 2025 aus!

Die DGOU und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) loben zum 16. Mal den Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie (JOU) aus. Ärztinnen und Ärzte sowie Pressestellen in Kliniken sind aufgerufen, ihre regionalen Medienpartner aktiv zu informieren und zur Bewerbung zu motivieren. Ausgezeichnet werden journalistische Beiträge, die Themen aus Orthopädie und Unfallchirurgie fachlich fundiert, verständlich und differenziert aufbereiten – sei es zu Prävention, Therapie, Innovation oder zur gesundheitspolitischen Bedeutung des Fachs. Ziel ist es, die medizinische Qualität unserer Disziplin sichtbar zu machen und eine fundierte Aufklärung der Öffentlichkeit zu fördern.


 
 
 
Weitere Ausschreibungen finden Sie auf der DGOU-Website unter Preise und Stipendien


 
 
 
Termine
 
DGU-Fortbildungsreihe
 
Online-Seminar zum Thoraxtrauma

Die kostenlose Webseminar-Reihe der DGU befasst sich im Mai mit dem Thoraxtrauma. Alle Teilnehmenden der interaktiven Veranstaltung sind wie immer herzlich eingeladen, Fälle aus der Praxis gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten aus O&U zu erörtern und eigene Fragen zu stellen. Es wird 1 CME-Punkt vergeben. Für die Teilnahme am 7. Mai 2025 von 18 bis 19 Uhr ist eine Registrierung im Kursportal der AUC – Akademie der Unfallchirurgie erforderlich. Das Seminar ist auch im Nachhinein abrufbar.


 
 
 
OSM2025
 
Sports Medicine Congress im Olympiapark München

Unter dem Motto „Between the Games – Vorbereitung auf Höchstleistung“ findet bereits in vierter Auflage der Olympiastützpunkt Bayern Sports Medicine Congress (OSM) vom 16. bis zum 17. Mai 2025 in München statt. Das interdisziplinäre Fortbildungsforum wird unter anderem von der DGOU unterstützt und richtet sich an alle Interessierten der Medizin und Physiotherapie. Führende nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilen ihre Erfahrungen, Methoden und neuesten Erkenntnisse in der Verletzungsprävention und -behandlung. Die konkreten Themen und weitere Informationen zum Kongress finden sich auf der Website des OSM2025.


 
 
 
Abstractfrist: 29.05.2025
 
Jahreskongress der DKG – Call for Abstracts

Der diesjährige Jahreskongress der Deutschen Kniegesellschaft (DKG) findet vom 21. bis zum 22. November 2025 unter dem Motto „Innovationen, Präzisionen, Transformationen“ in Wiesbaden statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind herzlich eingeladen, neue Impulse zu setzen, Wissen zu teilen und zukunftsweisende Ansätze vorzustellen. Bis zum 29. Mai 2025 können aktuelle Forschungsergebnisse zu verschiedensten Themen als Abstract eingereicht werden, um diese als Vortrag oder Poster im Rahmen des Kongresses zu präsentieren. Alle akzeptierten Beiträge nehmen zusätzlich an den Preisverleihungen teil.


 
 
 
Kurs zum Atemwegsmanagement
 
Best of Airwaymanagement in HEMS

Die Praxiserfahrung der zivilen Luftrettung (Helicopter Emergency Medical Services, HEMS) bezüglich des Atemwegsmanagements bei kritisch kranken oder schwerverletzten Patientinnen und Patienten, die militärische Einsatzerfahrung und die Expertise der Human Resources Academy der Lufthansa treffen in diesem Kurs zum Difficult-Airwaymanagement zusammen. In dem eintägigen Intensivtraining wird in Kleingruppen mittels High-Fidelity-Simulatoren und Fresh-Frozen-Körperspendern die Notfallnarkose und endotracheale Intubation trainiert, um eine möglichst hohe Erfolgsquote beim ersten Versuch der Atemwegssicherung (First Pass Success) zu erreichen. „Best of Airwaymanagement in HEMS“ (BOAH) richtet sich an alle, die in Präklinik, Notaufnahme oder Intensivstation am Atemwegsmanagement von kritisch erkrankten oder verletzten Patientinnen und Patienten beteiligt sind. Die Schulung findet am 15. November 2025 in Berlin statt.


 
 
 
Weitere Termine finden Sie auf der Website der Akademie für Orthopädie und Unfallchirurgie (AOUC)


 
 
 
 

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Herausgeber
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
www.dgou.de

 
 
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