Pressemitteilung

Wir senden Ihnen täglich interessante Statement-Videos vom Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) als Medienservice. Das Thema heute:

Frauen in O & U gesucht – Mentorenprogramme und OPidS ebnen den Weg

Berlin, 25. Oktober 2024: Der Frauenanteil in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist vergleichsweise gering. Daher diskutieren Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, wie Frauen für das Fach gewonnen und wie sie konkret in ihrer Karriere unterstützt werden können. Der stellvertretende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Prof. Dr. Markus Scheibel weist darauf hin, dass Frauen noch besser entsprechend ihrer Bedürfnisse integriert werden müssten. Hoher Leistungsdruck und oft schwierige Arbeitsbedingungen seien herausfordernd. Er sagt: „Wichtig ist uns die Vereinbarkeit von Familie und der Arbeit in der Klinik, aber auch das Hinführen zu wissenschaftlicher Tätigkeit. Wir haben dafür an der Charité Berlin das Musketierprinzip als Mentoringprogramm entwickelt.“
Denn frühzeitige Förderung von Medizinstudierenden durch gezielte Mentorenprogramme kann das Interesse am Fach steigern. Praxiserfahrung und der direkte Kontakt zu erfahrenen Fachärzten können dazu beitragen, mehr Nachwuchs für dieses Gebiet zu begeistern.

Damit die Schwangerschaft einer Chirurgin nicht zur Karrierebremse wird oder zu weniger Arbeitskraft in der Patientenversorgung führt, hilft die Initiative Operieren in der Schwangerschaft (OPidS), die speziell darauf abzielt, schwangeren Chirurginnen den sicheren Fortgang ihrer operativen Tätigkeit zu ermöglichen. Denn ein pauschales betriebliches Beschäftigungsverbot für Chirurginnen in der Schwangerschaft ist nicht mehr zeitgemäß. Auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) sagt Dr. Maya Niethard: „Schwangere Kolleginnen werden in ihrem Weiterkommen erheblich ausgebremst, da ihnen ein Beschäftigungsverbot droht. Das bedeutet weniger Weiterbildungszeit und die Kolleginnen können in dieser Zeit keine chirurgischen Fähigkeiten erwerben.“ Die Ärztin hat gemeinsam mit Chirurginnen aller chirurgischer Fachgesellschaften und der Herausgeberschaft der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) das Konsensuspapier „Operative Tätigkeiten in Schwangerschaft und Stillzeit“ auf den Weg gebracht. Es bietet umfassende Informationen und Empfehlungen, um schwangere Chirurginnen, aber auch Betriebs- und Arbeitsmediziner, Führungskräfte und Behörden besser zu informieren und zu unterstützen, was letztlich zu einer sichereren Arbeitsumgebung und besseren Karriereperspektiven führt.
Das vollständige Statement-Video finden Sie hier:

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) veröffentlichte anlässlich des DKOU täglich Statement-Videos von Expertinnen und Experten zu den aktuellen Themen und Fragen:
1) Wie gut sind Deutschlands Krankenhäuser auf einen militärischen Ernstfall bei uns vorbereitet?
2) Was können wir tun, um Kreuzschmerzen zu vermeiden?
3) Deutschland diskutiert über die zunehmende Gewalt und Messerangriffe. Was sagt die Medizin dazu?
4) Was hilft jungen Frauen, die in Orthopädie und Unfallchirurgie Karriere machen wollen?
5) Wer operiert besser: Ein erfahrener Arzt oder ein Roboter?
6) Gelenkschmerzen sind für die Betroffenen sehr quälend. Was können die Ursachen sein?
Welche Unterschiede gibt es dabei zwischen Frauen und Männern?

Alle Statement-Videos finden Sie hier:

Lesen Sie auch:
1) DKOU-PM vom 26.09.2024: Wenn jede Bewegung schmerzt: Inverse Schulterprothese bringt Rettung

2) DKOU-PM vom 30.09.2024: Medizin aus dem Meer

3) DKOU-PM vom 8.10.2024: Dringend mehr fachärztliche Versorgung für alternde Gesellschaft benötigt

Über den DKOU
Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) ist der gemeinsame Kongress des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädischer Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Kongresspräsidenten des DKOU in diesem Jahr sind Prof. Dr. med. Markus Scheibel, Zürich/Berlin (DGOOC), Prof. Dr. med. Andreas Seekamp, Kiel (DGOU und DGU) und Dr. med. Tobias Vogel, München (BVOU). Der Kongress ist die bedeutendste Veranstaltung für Orthopädie und Unfallchirurgie in Europa; hier werden die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Fachgebiete diskutiert. Es werden in der DKOU-Kongresswoche vom 22. bis zum 25.10.2024 etwa 8.000 Ärztinnen und Ärzte erwartet, auch internationale Expertinnen und Experten aus aller Welt.

Kontakt für Rückfragen:
Susanne Herda, Swetlana Meier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) e.V.
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: +49 (0)30 340 60 36 -16/-06
E-Mail: presse@dgou.de
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