Liebe Kolleginnen,

die Bekanntgabe einer Schwangerschaft führt oft dazu, dass Arbeitgeber ein generelles Beschäftigungsverbot aussprechen oder sehr starke Einschränkungen der bisherigen Tätigkeit anordnen. Vielfach sind diese Einschränkungen nicht indiziert, viele Risiken können durch einfache technische oder organisatorisch-strukturelle Maßnahmen vermieden werden.

Zur Verbesserung der Situation von schwangeren Ärztinnen hat sich ein Netzwerk verschiedener Organisationen zusammengefunden, zu denen auch die DGOU-Initiative Operieren in der Schwangerschaft (OPidS) gehört. Dieses möchte in Erfahrung bringen, welche Einschränkungen es für schwangere Ärztinnen gibt, ob Gefährdungsbeurteilungen nach dem Mutterschutzgesetz stattfinden und ob im individuellen Fall Schutzmaßnahmen erfolgt sind.

Ziel ist es, die Öffentlichkeit auf bestehende Hürden aufmerksam zu machen und bei Behörden, der Politik und dem Gesetzgeber auf eine sinnvolle Umsetzung der Mutterschutzregelungen für Ärztinnen hinzuwirken.

Dafür wird Ihre Hilfe benötigt: Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage zum Mutterschutz, wenn Sie in der Zeit seit dem 1. Januar 2016 schwanger gewesen sind oder sich noch in einer Schwangerschaft befinden. Der Abfragezeitraum orientiert sich am alten und neuen Mutterschutzgesetz und an der Corona-Pandemie. Die Antworten können Hinweise darauf geben, wo es Probleme gibt und welche Verbesserungen vordringlich sind. Die Online-Befragung ist selbstverständlich anonym.

Hier finden Sie die Umfrage: https://www.surveymonkey.de/r/mb-umfrage_mutterschutz

Die Befragung endet am 18. Dezember 2022. Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Dr. Maya Niethard.

Für Ihre Teilnahme danken Ihnen die Projektgruppe Mutterschutz unter Beteiligung der DGOU mit der Initiative OPidS, des Marburger Bundes, des Deutschen Ärztinnenbundes, des Verbands leitender Krankenhausärztinnen und des Vereins „Die Chirurginnen“.
 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Bernd Kladny und Prof. Dr. Dietmar Pennig
Generalsekretäre der DGOU