DGOU begrüßt finanzielle Zusage für die Versorgung ukrainischer Schwerverletzter

Im Gespräch mit der Politik
Ein durch den Krieg zerstörter Flughafen in der Ukraine © Oleksandr / stock.adobe.com

Deutschland stellt zusätzlich bis zu 50 Millionen Euro für die Aufnahme und Behandlung verletzter ukrainischer Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung. Darauf hat sich die Bundesregierung geeinigt. Die Kosten für die stationäre Versorgung der Kriegsverletzten sollen künftig unbürokratisch durch das Bundesverwaltungsamt abgewickelt und beglichen werden, teilte das Bundesinnenministerium in einer Pressemitteilung vom 18. September 2024 mit.

„Die Krankenhäuser des TraumaNetzwerk DGU® sind in der Behandlung der ukrainischen Schwerverletzten unter humanitärem Hintergrund sowohl finanziell als auch logistisch in Vorleistung getreten. Dementsprechend ist die Zusage dieser finanziellen Ausgleichszahlung nach intensiven Diskussionen mit dem BMG eine sehr erfreuliche Nachricht“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Pennig, Generalsekretär der DGOU.

Die Politik reagiert damit endlich auf den dringenden Bedarf an Lösungen für unbezahlte Rechnungen aus der Versorgung ukrainischer Schwerverletzter. Eine Umfrage der Initiative TraumaNetzwerk DGU® ergab nämlich, dass 74 Prozent der betroffenen Traumazentren noch auf die Bezahlung von Rechnungen warten. Ohne die notwendige finanzielle Unterstützung konnten die Krankenhäuser bisher nicht kostendeckend arbeiten, was die DGOU bereits im Vorjahr anmahnte. Sie forderte die Politik auf, ein alternatives Vergütungssystem zu entwickeln, um die weitere Behandlung ukrainischer Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Ein Treffen am 4. April 2024 zwischen Vertretern der DGOU und Staatssekretär Dr. Thomas Steffen vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) brachte erstmals Bewegung in die Diskussion. In einer Videokonferenz wurden konstruktive Lösungsansätze besprochen, und kurze Zeit später wurde das Thema an andere relevante Ministerien weitergeleitet.

Dieser finanzielle Ausgleich, an dem auch Bundesfinanzminister Christian Lindner beteiligt war, bietet den Krankenhäusern nun dringend benötigte Unterstützung.