Empfehlungen zur Nachbehandlung von Trauma-Patienten in aktualisierter Fassung

Qualität und Sicherheit
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„Wer nicht weiß, wie man nachbehandelt, der kann auch nicht operieren!“ So lautet ein unfallchirurgischer Lehrsatz. Um Patientinnen und Patienten nach Operationen oder Verletzungen bestmöglich zu behandeln und sie wieder fit für den Alltag zu machen, sind die Nachbehandlungsempfehlungen der Sektion Rehabilitation – Physikalische Therapie der DGOU für Ärztinnen und Ärzte eine gute Stütze im praktischen Alltag. Jedes Jahr überarbeitet der Arbeitskreis Nachbehandlungsempfehlungen diese und bringt eine Neufassung heraus. Im August ist nun bereits die zehnte Auflage erschienen und steht zum Download bereit.

Die Nachbehandlungsempfehlungen stützen sich auf die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis und sollen die Entscheidung erleichtern, welche Behandlungsform zu welchem Zeitpunkt die passende ist. Jedes Krankheitsbild wird mit entsprechenden Empfehlungen samt Stabilitätsgraden, Therapiezielen und -maßnahmen übersichtlich auf einer Seite dargestellt. So können einzelne Empfehlungen je nach Bedarf auch entnommen werden, um sie zum Beispiel Arztbriefen hinzuzufügen oder Patientinnen und Patienten zur Orientierung über den weiteren Behandlungsweg an die Hand zu geben. Da zudem Zeiträume definiert sind, in denen Verunfallte einen bestimmten Stabilitätsgrad erreicht haben sollten, können Abweichungen vom regulären Heilungsprozess frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig darauf zu reagieren.

Was ist neu in der zehnten Auflage?

  • Bei den Sprunggelenkfrakturen wurde die Versorgung der Syndesmoseninstabilität herausgenommen. Durch die Einführung neuer Verfahren zur Stabilisierung hat sich eine neue und intensive Diskussion der Nachbehandlung entwickelt, die zurzeit noch ergebnisoffen ist. Daher kann keine verlässliche Nachbehandlungsempfehlung ausgesprochen werden.
  • Neu hinzugekommen ist die konservative Behandlung von Rippenfrakturen.
  • Der Grundlagenteil ist erweitert worden: Ergänzend wird auf Störungen im Heilverfahren sowie auf Besonderheiten bei Ketten- und Mehrfachverletzungen hingewiesen.

Die Nachbehandlungsempfehlungen sollen auch künftig kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst werden. Anmerkungen und Anregungen nimmt das Autoren-Team gern entgegen.