Umfrage zu ChatGPT: Hilfreich, zeitsparend und kennzeichnungspflichtig

Lesetipp OUMN
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Informationsrecherche, Arztbriefe, Entlassungsschreiben – die Künstliche Intelligenz (KI) kommt auch in der Medizin zunehmend zum Einsatz. Seit November 2022 ist ChatGPT auf dem Markt und zur Unterstützung bei administrativen Aufgaben beliebt. Sogar bei der Erstellung von wissenschaftlichen Papern kann es sich als hilfreich erweisen. Wie weit verbreitet die Nutzung der Technologie bereits ist und wie der Wissensstand unter Ärztinnen und Ärzten aktuell ist, hat ein Team um Prof. Dr. Dominik Pförringer von der AG Digitalisierung der DGOU und Dr. Philipp Zehnder vom Klinikum rechts der Isar der TU München untersucht. Erste Ergebnisse haben die beiden Autoren in einem Artikel zusammengefasst, der jetzt in der Mitgliederzeitschrift „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN) erschienen ist.

Da die Künstliche Intelligenz unter anderem im Kontext des Publizierens von wissenschaftlichen Beiträgen Beachtung findet, wollte das Team aus München herausfinden, wie Autorinnen und Autoren von wissenschaftlichen Abstracts zum Thema KI stehen und ob sie ChatGPT bereits zum Schreiben ihrer Arbeiten nutzen. Dafür wurde eine anonyme Online-Befragung durchgeführt und die Antworten mit dem Alter der Befragten korreliert. Die Mehrheit aller Teilnehmenden gab an, ChatGPT regelmäßig zu verwenden, um Texte zusammenzufassen oder zu übersetzen. Die Jüngeren (unter 45 Jahre) signalisierten zudem eine höhere Bereitschaft, das Tool auch beim Erstellen von wissenschaftlichen Manuskripten zu nutzen. Allerdings sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, diese Verwendung auch entsprechend zu kennzeichnen.

Weitere Umfragedetails können dem Artikel „Die Älteren halten (noch) fest an Kopf und Stift“ entnommen werden. (© DGOU und BVOU [2024] Published by Springer Medizin Verlag Berlin [2024]. All rights reserved.).